Kalimba

Whales and Sails

Die Schildkröten von Malendure

Es war wohl so um Neujahr rum, als wir in Malendure ankerten. Ich hatte eine sehr schöne  Begegnung mit ein paar Meeresschildkröten, über die ich kurz berichten möchte. Gleich als ich das erste mal von der Kalimba aus schnorchelte, sah ich direkt beim Boot zwei oder drei Meeresschildkröten, ich glaube die gleiche Art, die wir in Gomera auch oft sehen. Eine davon hatte ein paar Begleitfische dabei, die gar nicht mal so klein waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ich das nächste Mal ins Wasser ging, nahm ich die Unterwasserkamera mit. Da die Sicht wegen des vielen Planktons nicht so gut war, musste ich schon viel Geduld aufbringen, um die Schildkröten halbwegs nah vor die Linse zu bekommen.Die Geduld wurde belohnt, wie Ihr seht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da die Schildkröten ja ab und zu an die Oberfläche kommen müssen, um Luft zu holen, musste ich jeweils etwa 10 Minuten warten, bis sie hochkamen. Es hat sich gelohnt, und gerade die eine mit den Begleitfischen schwamm direkt auf mich zu, danke……..

Basse Terre oder die Lebendigkeit am Strand an der Tankstelle 29 und 30.12.2012

Nachdem am Morgen dann doch auch große Kreuzfahrtdampfer in die große Bucht zum Ankern kommen beschliessen weiter zu segeln, in Richtung Basse Terre an die Westküste der Insel.

Distanz ca. 20 sm, Wind 5 Boen 6 Bft gemeldet.

Es waren dann 6 bis 7 Bft Welle 2 bis 3 m.und . Wir haben aber großen Segelspaß, auch Astrid hält sich super.

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Am Ende wurde es ein wenig stressig, wir sind dann aber doch schnell und gerne in den Hafen eingelaufen nachdem am Ende dann auch Fallböen vom Vulkan herunter von bis zu 8 Bft! auftraten.

IMG_3922IMG_3929Die Marina hatte nicht viel zu bieten und war vor allem unbesetzt, es kam nur jemand zum kassieren Toilettenschlüssel und Duschen gab es nicht.

Da entdeckten wir den Strand hinter der Tankstelle, welche direkt neben der Marina war.

Hier konnte man super Baden sich danach mit Blick aufs Meer oder auf der Rückseite mit Blick auf die Tankstelle Duschen und Pflegen, wie das auch viel einheimische taten.

Abends und am Wochenende wurde dann der Strand mit Tankstelle zum Mittelpunkt vieler aktiver einheimischer die Schwammen, Joggten Sport machten. Jeden Abend war eine Gruppe älterer Männer da die ins Wasser gingen, dann sich im Kreis aufstelltet und stundenlang im warmen Wasser tratschten. (Ein Bild ,das ich sonst nur von Frauen kenne).

 

Auch gab es ein super Restaurant im Hafen. Hier bedienten nur Gehörlose Menschen. Astrid, ist Gehörlosenpädagogin, sie ging da gar nicht mehr weg und war Hellauf begeistert von diesem Projekt.

 

Bei einem Stadtspaziergang hatten wir dann auch die Buden der Einheimischen entdeckt, hier gibt es günstiges und sehr gutes Essen, ich aß meinen besten Crepp im Leben.

Es sind viele einheimische Familien am Abend auf der Strasse, es herrscht schönes karibisches Flair; man kann danach gehen, da wo einheimische sind ist es gut, schön, umtriebig, lebendig und auch günstig!

Am nächsten Tag, stellten Astrid und Ales eien Rekord auf, sie schafften es in 2,5 Stunden zum Vulkan hochzutrampen (1450 Höhenmeter), an den Krater zu gehen, IMG_3943

und dann auch noch Ihre Beine in der Heilquelle zu baden und wieder zurück!

Es war eine wundervolle Reise!

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Wir segeln zu den Saints 1012-12-27 bis 29

die Saints sind eine kleine Inselgruppe im Süden von Guadeloupe, welche nicht nur wundervoll ist sondern auch in jedem Reisführer steht.

Aus Sicherheitsgründen verzichten wir auf die Genua und nehmen die Sturmfock  weil wir das Vorstag entlasten wollen.

Es war ein schöner Segeltag und alle sind begeistert.IMG_1130

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Auf den Saints gibt s mehrere Buchten, wir nehmen die Hauptbucht, es gäbe noch einen Nebenbucht die uns aber eher abschreckt weil da ständig Techno Mucke läuft. Auf einer kleinen Insel sind wiederum sehr ruhige Ankerbuchten.

Obwohl wir ja nur eine kleine Fock haben (aus Sicherheitsgründen wg. den anstehenden Reparaturen) segeln wir in 4 Stunden die 25 sm ab.

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Da gelandet springen alle nachdem der Anker gefallen ist sofort ins Wasser.

Wir fühlen uns jetzt endlich in der Karibik angekommen.

Und baden und freu freu es fühlt sich an wir in einer großen Luxusnaturbadewanne weil das Wasser so schön warm (27°) ist.

Ein seelischer Parteitag!

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Die Reiseführer lügen nicht; es ist eine der schönsten karibischen Buchten gesäumt von einem malerischen Dorf. Angeblich mindestens die 3. schönste Bucht der Welt. (Nach Rio und Monaco)

Na ja, wir fühlen uns so wohl dass wir 2 Tage bleiben, das Baden, Schlauchbootfahren geniessen und immer wieder mit Le Petit unserem Dinghi Landausflüge zum Schoppen in den kleinen Boutiquen (Astrid und Alex), zum Essen, wandern und spazieren machen.

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Dabei ist auch ein feuchtes Missgeschick passiert, der Joschi steigt in das

kleine Dinghi auf der gleichen Seite ein wie ich sitze und wir landen mit samt Schlauchboot und Außenborder zur Belustigung aller Turis am Steg fluchend im Wasser, Gott sei dank haben wir einen E-Außenborder der auch wirklich gut ist und keinen Schaden hat, Ein Benziner hätte jetzt zerlegt und gereinigt werden müssen.

Na ja auch das Schlauchbooteinsteigen will geübt sein – also Gewicht immer verteilen und Schwerpunkt unten, da half auch die ganze jugendliche Lässigkeit von Joschi nicht die ging auch mit uns baden Trauriges Smiley

 

 

Ich mache auch meinen ersten ausgiebigen Landgang mit einer kleinen Wanderung zu Fort Napoleon auf dem Höchsten Gipfel der Insel.

Die Bucht ist so schön dass halt auch viele Touristen her her kommen auch mit Kreuzfahrtschiffen und malerischen Großseglern die dann bei klassischer Musik die Segel im Abendrot setzen.

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Wir haben auch dann am 2. Tag das erste Klärungsgespräch an Bord, natürlich zu allem menschlich all zu menschlichen. Es gab Nörgeleien, dann wiederum Kritik, auch Gereiztheit und Gemecker aneinander, wichtig war aber dass alles ausgesprochen wurde so kamen die Themen in den Leuten wieder in Fluss, und man konnte sich danach ein Stück weit besser verstehen. Tja so kam ich jedenfalls in den Genuss diese “Befindlichkeitsrunde” als Bootsführer zu leiten um die Chemie an Bord zu pflegen.

Es ist nun mal so dass alle Stärken und auch Schwächen von Menschen bei 6 Personen und 20 m² sehr sehr schnell an die Oberfläche kommen und man lernt auch die besten Freunde noch mal intensiver kennen, was nicht immer nur leiwaond (österreichisch – nicht lässig für die Seele) ist.

Die Aussprache tat aber gut und wir können am nächsten Tag menschlich klar weiter segeln.

Weihnachtsfeiertage–neue Crew, sortieren und regenerieren und reparieren

 

26.12.2012:

In der Blue Lagoon, so heisst das Hafenbecken von Point a Pitre ist es recht heiß das Klima gleicht einem Gewächshaus da hier der Hafen zwar recht geschützt ist dafür aber die Luft steht.

Wir putzen das Schiff, es wird eingekauft und die Frauen schauen sich um, bestücken den Kühlschrank und kochen entusiastisch.

Wir trocknen die Segel, und schauen uns an was repariert werden muss.

Ich nehme zum ersten mal das Dingi in Betrieb und machen die ersten Hafenrundfahrten wozu sich gleich Alex und Joschi anmelden.

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Wir schauen uns die vielen hundert Yachten im Hafen an, Kapital das hier im Wahrsten Sinne des Wortes einfach rumliegt.

Na ja, unsere Kalimba kann sich wenigstens nicht über Bewegungsmangel beklagen.

Ich esse mein erstes karibisches Fruchteis zusammen mit Astrid Alex und Heri; bei der Vorstellung daran ist mir auf dem Atlantik mindestens 10 mal die Zunge zergangen, ich habe förmlich nach Fruchteisbecher gelechzt. Deutsche Fruchteisbecher sind aber besser da da nicht nur Eis sondern auch Früchte drin sind.

Ich steige um auf Fruchtkoktails ohne Alk – die sind phänomenal!

Unsere neue Crew ist:

Astrid, IMG_1081

Alex (Heris Frau), Joschi (Heris Sohn), Heri,

Samyo und meine Wenigkeit Pedro Andreas.

Die Crewerweiterung bringt durchaus Lebendigkeit in das bordleben und in die Kombüse!

Wetter: Luft 33 °C, Wasser 28°C, Wind 1-2 Schwül Sonne mit kurzen Regenschauern.

 

 

27.12.2012:

Heute morgen übernehme ich von Samyo die Kapitänerie.

Er will Sie abgeben und ist auch ein bisschen mit den vielen Leuten überfordert. Mir kommt das auch gelegen mal mein Schiff zu lenken und die Leute darauf zu koordinieren.

Wir beschliessen gemeinsam dass wir morgen zu den Saint Iles segeln (eine kleine Inselgruppe südlich von Guadeloupe deren Buchten zu den schönsten der Karibik gehören.

Nun ist heute der Reparaturtag: Ich werde in den Mast gezogen:

repariert werden müssen Ankerlicht, Windfahne (die hat am ganzen Atlantik um 160° falsche Windrichtung angezeigt – wir sind zu geometrischen Umrechnungskünstlern geworden), die Vereinsflaggenleine, das Dampferlicht braucht eine LED Lampe, Planung der Decksleuchte, Befestigung des losen Radarkabels.

So hänge ich mit meinen 85 kg über eine Stunde hochgezogen von Samyo und gesichert von Heri schraubend in luftiger Höhe.

Außerdem brauchen wir einen Segelmacher für den kaputten Blister und das zu nähende Achterlieck der 2nd Genua, einen Rickspezialisten für den Genuaroller.

Beides bekommen wir, einen netten französischen Segelmacher der dann auch noch einen guten Rickspezialisten kannte.

Die Leute sind Profis und die Preise sind niedriger wie in Deutschland, wenngleich es schon ein 2.000 Euro Loch in meinem Portemonnaie reißt.

Ich bestelle die Blisterreparatur und Achterliekverstärkung der Genua. Auch bestelle ich einen neuen Genuaroller und ein neues Vorstag weil wir mit der bestehenden Konstruktion schon mehrmals sorgen und auch Gefahrensituationen hatten.

Es ist alles fertig und wir können morgen zu den Saints segeln, zwar nur mit Großsegel und Sturmfock – die Genua dürfen wir bis zur Neumontage nicht mehr benutzen,  aber immerhin wir können los.IMG_1114

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Frauen proviantieren, und wir können los!

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