Kalimba

Whales and Sails

der erste Selbstgefangene…

heute vor einer Woche haben wir abgelegt!
886 n,m und Durchschnittlich trotz kurzflauten 128sm/Tag
Uns geht es sehr gut und auch unserem Schiff. Da gestern der Wind noch immer sehr wenig war (1 Bft)packte ich die Angelschnur aus. Samyo sagte vorher immer schon dass da Fische springen; ja ich tue es , na ja und ich dachte jetzt muss ich es ja mal tun. Also Angeleine klar gemacht, 50m mit Plastetintenfischköder ausgerollt.
Dann wollte ich mir ein Brett zum einrollen zuschneiden, da rief der Samyo schon – da hängt einer dran! Ich vollkommen aufgeregt, mein 1. Fisch im Leben, hole die Leine von Hand ein und da kommt eine Goldmakrele zum Vorschein ca. 50 cm lang und 3 kg schwer. Ich ziehe Sie raus und jetzt kommt das Schwierigste, dass ich sie wohl töten muss. Ich bekomme es hin, aber auch nur, weil ich mich damit schon lange befasst habe, wie das ist, und weil ein Fisch ja auch durch mich stirbt wenn ich ihn im Restaurant esse.
Die schöne Goldmakrele gibt viele Fischfilets für 3 Männer und 2 Tage. Ich habe gleich welche gebraten und es war ein königliches Segleressen! Danke, liebe Makrele, Du hast uns gut getan! Frischer Fisch, selbst gefangen, ist ungefähr 3 mal so gut wie im Restaurant.
Gestern haben wir dann ein jeder noch Beine und Hintern ins Wasser gehängt, mehr ging nicht wegen zu hoher Geschwindigkeit. Wir segeln weiter mit Blister und sind heute morgen endlich auf den Nord-Ost-Passat getroffen. Heute segeln wir noch einen Tag in diesen angenehm rauschenden Windgürtel mit 4 Bft von Hinten hinein, so dass wir dann heut Abend den Kurs auf rein West ändern werden. Die Längenminuten purzeln jetzt schon auf dem GPS und die Halbzeit kommt näher. Hier ist auch ein bischen Urlaubsstimmung mit Dösen, kurzen Hosen, Sonnen und schweifenden Gedanken eingetroffen.
Heute morgen hatten wir noch ein blödes Erlebnis, kein Brauchwasser mehr, ein Hahn war falsch eingestellt und wir haben uns mit unserer Salzwasserpumpe das Wasser aus den Tanks (300l) rausgesaugt, uns schon ab und an gewundert, warum das Wasser aus dem Atlantik so süß schmeckt. Na ja, wir haben jetzt nur nch 40 l Süßwasser als Brachwasser, aber noch 120 Liter Trinkwasser. Keine Gefahr. Es kann aber sein, dass wir unsere Mehrwaserentsalzungspumpe (Handpumpe, 0,9l/h) in Betrieb nehmen, bevor wir ankommen. Tja, es sieht so aus, dass auch das Unmögliche mal passiert, auch wenn Hähne richtig angeschrieben sind. Noch mal passiert das wohl nicht mehr.
Der Passat kommt angenehm und leicht rauschend von hinten und wir genießen unser Bilderbuchsegelwetter.
Wetter: letzte Nacht 24 ° Wind 1-2 See 0,5m
heute 1 m Welle sonnig 30° Wind 4 Bft aus Ost nach West! Da wollen wir hin.
Position um 1100 UTC am 09.12 19°15,9′ N 29°02,5′ W
Etmal 87 sm
Wir haben nur noch 1814 sm von 2700 bis zum Ziel! ETA bei gleicher Geschwindigkeit 22.12.2012-1800

Kalimba und Crew ok!
Herzliche Grüße
Pedro Andreas, Heri und Samyo von der Kalimba

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Windsteuerungsanlage Sissi

Wir konnten unser Stromproblem wegen fast ständiger Bewölkung und deswegen wenig Solarstrom Zug um Zug lösen.
Heute haben wir zum ersten mal unsere Windsteueranlage in Betrieb genommen. Sie braucht keinen Strom sondern nutzt den Wind und die Fahrt durchs Waser als Steuerenergie. Deswegen ist genug Strom für den Kühli da!
Wichtig weil wir bald die Höhe der Kap Verden erreichen und da bekanntlich die Butter schmilzt – dann geht es fast nur nach Westen.
Wetter: letzte Nacht 20 ° Wind 5 Böen 6 See 2,5m
heute 1-1,5 m Welle heiter bis wolkig 28°
Position um 1100 UTC am 07.12 21°33,5′ N 26°40,96′ W
Etmal 145 sm
Wir haben nur noch 1980 sm von 2700 bis zum Ziel! ETA bei gleicher Geschwindigkeit: 21.12.2012
Kalimba und Crew OK, Kühli geht wieder.
Wir haben unsere Windsteuerungsanlage Sissi getauft, auch weil sie ein so schönes östereichfarbenes Padel hat.

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Stromprobleme…

Das Wetter ist schoener geworden, der Wind aus SO mit 5 aber nicht so optimal,
Ich hatte eine supersternklare Nacht bei 20°.
Wir tun uns eher schwer in den Süden zu kommen,
mussten Kurs wechseln, am wind und mit ganz schön Krängung,
was das Bordleben beschwerlicher macht.
Heri ist jetzt vollwertiges Crewmitglied
und hat gestern seine ersten beiden Wachen alleine gemacht.
Haben ein Stromproblem, Kühli geht nicht mehr – so gibt es jeden Tag was zu lösen.
Trotzdem hat Samyo gestern super Essen gekocht und wir hatten alle unsere erste warme
Mahlzeit seit der Abreise.
Wetter: 1,5 Meter Welle heiter bis wolkig 26°
Position um 1100 UTC am 05.12
24°46,3′ N 23°08,4′ W
Etmal 130 sm (Tagesetappe)
Kalimba und Crew OK
Liebe Grüße, der Pedro Heri und Samyo

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die ersten 4 Tage

 

 

 

 

 

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Wind wird langsam wärmer

trotzdem Skiunterwäsche und Ölzeugs in der Nacht
von wegen Barfußroute!
Nacht gut überstanden, Zahnriemen am Autopilot defekt wg. großer Welle,
heute morgen von Heri und Pedro gewechselt.
weiter 3 Meter Welle
Position um 1050 UTC am 04.12 25°51’30" N 20°52’36" W
Etmal 125 sm

Kalimba und Crew OK,
Einstellarbeiten an Segel usw müssen heut gemacht werden.
Wetter heiter bis bedeckt auch ein bisschen Regen 25° NACHTS 15°,
Wind 18KN O, See 4
Liebe Grüße, Pedro und der Setzer (Rolf)

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Nacht gut überstanden

Hallo FreundInnen,
bis 3-m-Wellen, auch ein bisschen Regen
Position um 1030 UTC am 03.12 26°54’26" N 18°48’18" W
Etappe etwa 125 Seemeilen
Kalimba und Crew OK,
Einstellarbeiten an Segel usw. müssen gemacht werden.
Wetter heiter bis bedeckt,
Wind 18KN NOO, See 2http://kalimba.bootslog.de/files/2013/01/img_0795.JPG

der erste Abend

Samyos Bericht von Der Atlantiküberquerung Teil 1

Atlantiküberquerung mit der Kalimba

2. bis 24. Dezember 2012

2012.05.12kalimba-013_thumb1 Die Vorbereitung dieser Atlantiküberquerung verlief etwas holperig.Ungefähr eine Woche bevor es losgehen sollte, haben wir (Pedro, Heri und Samyo) uns in Vueltas/Valle Gran Rey in La Gomera getroffen. Wir wollten die Kalimba sofort auf die Werft in Playa Santiago bringen, was jedoch daran scheiterte, das im Hafen von Vueltas ein kalter Nordwind mit Böen bis Windstärke 10 und fliegendem Wasser um die Ecke pfiff. Als wir dann endlich ablegten- etwa drei Tage später- hatte sich das Wetter kaum geändert. Auf dem Weg nach Santiago hatten wir Fallböen bis Windstärke 10. Wir kamen aber gut an und wurden dann auch am nächsten Morgen samt Schiff aus dem Wasser gehoben. Die Arbeiten gingen sofort los- meine Aufgabe war es, dem Unterwasserschiff einen neuen Anstrich zu verpassen. Pedro und Heri hatten diverse technische Einbauten zu machen, u.a. den Einbau der Windfahnensteuerung, eine Art Autopilot, der das Boot immer im gleichen Winkel zum Wind steuert und im Gegensatz zu anderen Autopiloten mechanisch funktioniert und keinen Strom verbraucht. Um es vorwegzunehmen, die Sissy, wie wir dieses Teil später tauften, als wir noch guter Hoffnung waren, hat nur ein paar Stunden funktioniert. Es stellte sich heraus, dass auf dem Vorwindkurs- also dem Kurs, auf dem wir zu 90 Prozent segeln würden- es nicht möglich war, die Sissy so einzustellen, dass sie ihren Dienst versah. Aber wir hatten ja zum Glück Kasimir, unseren normalen, d.h. elektrischen und vom elektronischen Kompass abhängigen, Autopilot, der sich schon auf der Überfahrt vom Mittelmeer nach Gomera bewährt hatte.Nun, die Vorbereitungen schritten fort, die Kalimba wurde ins Wasser zurück befördert, wir erledigten die letzten Arbeiten und den Provianteinkauf und am 2. Dezember ca. 11 Uhr 30 segelten wir los.

Aus meinem Tagebuch:“ So, Ihr Lieben und Geliebten, wir sind jetzt seit der Abfahrt in Santiago, La Gomera, fast 48 Stunden unterwegs und haben laut Log, welches ca. 3% zuviel anzeigt, 245 Seemeilen zurückgelegt ( eine Seemeile sind 1852 m). Wir sind etwas übermüdet, das Wachsystem ist noch nicht richtig eingespielt. Und auf der Freiwache können wir kaum schlafen. Das Wetter ist gut, der Wind pendelt so zwischen 10 und 20 Knoten aus Ost. Meistens haben wir so 5 bis 7 Knoten Fahrt.“

In den Segelanweisungen der diversen Seehandbücher heißt es

Von den Kanaren aus segelt man gen Süden bis die Butter schmilzt

und biegt dann rechts ab, also auf Westkurs und erreicht so dann sein Ziel. Wir segelten also bis ca. 200 Seemeilen (sm) nördlich der Kapverdischen Inseln und gingen dann auf West- bzw. Südwestkurs, um den16. Breitengrad von Guadeloupe zu erreichen.

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Unser Crewmitglied Heri

Aus dem Tagebuch:” Die Windfahnensteuerung funktioniert trotz intensiver Bemühungen von Pedro leider nicht. Kasimir, unser Autopilot, hat auch vorübergehend gestreikt, nachdem eine große Welle unsere Kalimba mal so richtig aus dem Kurs geworfen hat.

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Dienstag,4.12.2012 8 Uhr 50 2349 sm bis Guadeloupe

Mittwoch 5.12.2012 10 Uhr 50 2212 sm bis Guadeloupe

Zum Sonnenaufgang hatten wir Besuch von ca. 50 Fleckis (atlantische Fleckendelphine), die eine halbe Stunde in der Bugwelle mit geschwommen sind. Danke

Donnerstag 6.12.2012 Nikolaustag auf hoher See. Um 10 Uhr 2115 sm bis Guadeloupe, wir haben die ersten 500 sm geschafft. Wir segeln aber immer noch nicht auf dem direkten Kurs, weil wir erst auf 15° nördliche Breite müssen, um in den Passatwindgürtel zu kommen. Vereinfacht ausgedrückt, wir segeln Richtung Südwest statt West. Gestern haben wir die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Nachts leuchtet uns der Jupiter. Es geht auf Neumond zu, heute wird er ca. 1 Stunde nach Mitternacht aufgehen. Laut Wetterbericht soll morgen Schwachwind kommen. Vielleicht können wir dann mal kurz baden. Liebe Grüße an Ina und Tamara, ich denke an Euch.

Pedro und Heri schrauben wieder an der Windfahne………

Freitag 7.12.2012 10Uhr 30 1999 sm bis Guadeloupe Um ca. 14 Uhr haben wir die Segel geborgen und eine Badepause gemacht.

Als wir aus dem Wasser kamen, waren plötzlich die Fleckis wieder da. Wie schön. Danke. Bitte lieber Wind komm bald wieder.

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Samstag 8.12.2012 Das Erlebnis mit den Fleckis war was ganz besonderes, denn sie kamen, als das Boot stillstand und der Motor aus war. Ganz entgegen ihrer Gewohnheit. Wie als wenn sie schauen wollten, ob bei uns alles okay ist.

Der Wind ist wiedergekommen, ca. 20 Uhr, und bis 4 Uhr heute morgen ist die Kalimba mit 7 Knoten dahingeprescht. Dann leider wieder Flaute- jetzt segeln wir mit Blister (eine Art Ballonsegel ähnlich dem Spinnaker) 3- 4 Knoten, ganz gut. Danke

13 Uhr 50 1930 sm bis Guadeloupe. 12 Uhr Pedro fängt seinen ersten Fisch, eine Goldmakrele, ca. 2 kg. Wir essen Fisch zum Mittag, danke.

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