Kalimba

Whales and Sails

Rauhzahndelphine mit Schildkröte

Am Samstag, den 1.September, konnten wir endlich in San Sebastian ablegen. Es hatte mit 40 Knoten, also 8 Windstärken geblasen, so das an auslaufen nicht zu denken war. Wir segelten ca. 4 Seemeilen vor der Küste Richtung Valle Gran Rey.  Plötzlich Blas, der erste Brydewal. Brydewale sind die einzigen Bartenwale, die sich das ganze Jahr in subtropischen Gewässern aufhalten und sich von Fischen ernähren, am liebsten von großen Fischschwärmen. Es waren zwei Wale, denen wir dann eine Weile folgten. Auf einmal sah ich dann eine Delphinfinne, oh, sollten das Rauhzahndelphine sein? Die hatte ich ewig schon nicht mehr gesehen. Tatsächlich, die unverkennbare, etwas unterschiedlich schattierte Haut. Nach und nach zählten wir ca. 15 Delphine und, siehe da, eine Schildkröte.

Einige Delphine zeigten großes Interesse an der Schildkröte und spielten um sie herum. Wir fuhren mal ganz nah am Geschehen vorbei und sahen dann den Plastiksack, in dem sich die Schildkröte verfangen hatte. Also war klar: Erstmal die Schildkröte vom Plastiksack befreien, bevor wir uns mit den Delphinen vergnügen würden. Wir fuhren ganz nah an die Schildkröte heran und zogen sie dann vorsichtig hinten zu unserer Badeplattform, um den Sack vorsichtig wegzuschneiden. Schildkröten verwickeln sich oft in diese Plastiksäcke, die aus grobem Gewebe bestehen, weil sie dort auch Futter finden, was sie wohl mögen, also Muscheln und kleine Krebse. Diesmal hatten wir Glück, die Befreiungsaktion ging leicht und nach kurzer Zeit konnten wir die Schildkröte wieder freilassen.Tamara bekam noch zuvor ihre Schildkrötenmedizin durch einen leichten Biß in den Zeh verpaßt.(Die Schildkröte ist ihr Kraftier.) Die Delphine spielten immer noch mit der Schildkröte, und ich dachte, das wäre doch die Gelegenheit, mit den sonst meist scheuen Rauhzähnchen in Kontakt zu kommen. Gesagt getan, oh Wahnsinn……..erst hinterher wurde mir bewusst, wie besonders diese Situation war. Und ich hab es sogar geschafft, mit der Unterwasserkamera ein paar Fotos zu machen, wozu ich meist viel zu aufgeregt bin.2012.09.01kalimba 033

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Vielen Dank an die Delphine, an Tamara, die dabei war………..Samyo

Die Kalimba akteull und die Feuer auf La Gomera

 

Als ich am 6.August in Gomera ankam, wartete ich auf den Bus und erfuhr, das die Hauptstrasse über die Insel wegen der Feuer gesperrt ist. Ich fuhr also mit dem Bus über die nördliche Küstenstrasse über Hermigua und Vallehermoso ins Valle Gran Rey. Erschöpft landete ich dann schließlich auf der Kalimba im Hafen von Vueltas. Am nächsten Tag flogen dann schon pausenlos die Löschflugzeuge direkt über den Hafen, um dann knapp hinter der Hafeneinfahrt ihr Wasser zum löschen aufzunehmen.IMG_2429

Anfangs war ich noch fasziniert über das Können der Piloten, und es sah ja auch wirklich spektakulär aus, wie sie knapp vor der Hafeneinfahrt landeten. Nach einigen Tagen war ich dann schließlich so entnervt vom Fluglärm, dass ich nach San Sebastian geflohen bin. Die Feuer hatten sich bis ins Valle Gran Rey runter nach La Calera ausgebreitet, und große Teile das Tals mussten evakuiert werden. Es war zu befürchten, dass auch Freunde von mir ihre Häuser verloren hatten, was sich dann auch bewahrheitete. Die Situation dort war sehr angespannt, und ich war froh, in San Sebastian etwas zur Ruhe zu kommen. Doch auch dort flogen die Flugzeuge über den Hafen, um Wasser aufzunehmen und an anderen Orten der Insel zu löschen. Am !5.August kam Ina zu Besuch auf die Kalimba und wir beschlossen- auch wegen des guten Wetters- erstmal nach La Palma zu segeln. Am 17.August segelten wir los. Bevor wir nach La Palma starteten, hatten wir noch eine sehr schöne Begegnung mit Pilotwalen, die mich auch verführten, zu ihnen ins Meer zu kommen. Eine Mama mit ihren jugendlichen Kalb tauchte unter mir auf und kam dann zum anfassen nah.2012.08.17kalimba 040

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Am nächsten Tag segelten wir dann bei bestem Wind und Wetter nach LaPalma und erreichten Tazacorte im Westen der Insel nach etwa 10 Stunden. Da wir beide noch nie auf La Palma waren, haben wir uns erstmal ein Auto gemietet und die Insel ausgiebig erkundet.Die hohen Berge und teilweise sehr engen Bergstrassen waren für mich als Segler schon eine Herausforderung. Trotzdem haben wir die Schönheit der Insel sehr genossen. Am 24.August traten wir dann die Rückfahrt nach Gomera an. Trotz guten Wetterberichts hat es uns dann ganz schön erwischt- Windstärke 6-7 und teilweise chaotische Wellen- auf halber Strecke waren wir komplett nas und kalt und mussten erstmal trockene Sachen anziehen, was bei dem Wetter auch nicht gerade leicht war. Aber wir haben es geschaftt unnd kamen am Abend erschöpft und glücklich im Valle Gran Rey an. In den nächsten Tagen hatten wir noch einige schöne Sichtungen, Fleckendelphine, Große Tümmler, Pilotwale, ein Brydewal und schließlich noch Blainville-Schnabelwale, die Meeressäuger zeigten sich von ihrer schönsten Seite.2012.08.27kalimba 0892012.08.28kalimba 027

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke für die wunderschöne Zeit!

 

Bis zum nächsten Mal Samyo

Delphintour vom 7. bis 18. Juli 2012

Diesmal war unsere Kalimba gut gefüllt, acht Gäste und der Skipper, das war  ganz schön voll. Meine alten Freunde aus Reetz, Mario und Jutta, hatten sich das so gewünscht. Also waren wir zu neunt, Mario, Jutta, Mara

 2012.07.13kalimba 3332012.07.18kalimba 8882012.07.13kalimba 9992012.07.18kalimba 555mit ihren zwei Kindern  Elija und Anand, Bea und Moritz, Peter und Samyo.

                                                          Auf der Überfahrt von Teneriffa nach La Gomera ging es gleich zur Sache, Windstärke 7 bis 8 und ordentlicher Seegang, da wurde doch der Eine und die Andere etwas blass im Gesicht. Zum Glück waren Mara und Jutta mit den zwei Kindern mit der Fähre übergesetzt, es war sicher eine gute Entscheidung. Die Kalimba mit dem dritten Reff im Großsegel und kleiner Genua nahm alles ziemlich leicht und brachte uns sicher zur Nachbarinsel. Dort trafen wir gleich unsere ersten Pilotwale, leider in die falsche Richtung schwimmend, denn wir wollten ja ins Valle Gran Rey und dort unsere restlichen Crewmitglieder wieder treffen. Also ließen wir die Wale nach kurzer Zeit ziehen und setzten unseren Weg fort. Als wir schließlich um ca.20 Uhr am Ziel landeten,  waren Jutta und Mara erleichtert, denn wir hatten uns verspätet und sie hatten sich Sorgen gemacht……

 

Nachdem wir uns an bord etwas eingeruckelt hatten, konnten wir nach ausgiebigem Frühstück meistens auch so gegen Mittag rausfahren. Wir hatten auch diesmal das  Glück, die große Gruppe der Fleckendelphine zu treffen. Große Begeisterung auch bei den Kindern, ein tolles Erlebnis. 2012.07.13kalimba 008Zwischendurch trafen wir immer wieder einen Brydewal, meistens hungrig und schnell unterwegs auf der Jagd, so dass wir nicht hinterherkamen.

 

Auch die ortsansässigen Großen Tümmler waren da und erfreuten uns mit ihren Sprüngen. Lange

 

konnten wir sie bei ihrem “social life” beobachten.

Bedingt durch stürmische Winde, heftigen Seegang, den heißen Wüstenwind und einige andere Wetterkapriolen verbrachten wir unsere Nächte hauptsächlich im Hafen und auch zwei Landausflüge standen diesmal im Programm. Alles in allem eine schöne Tour, danke…………….

Delphintour vom 18.bis29.Juni 2012

Diesmal waren wir nur zu dritt an Bord, Kirsten Kluin, Wolfgang Saus, einer der bekanntesten Obertonsänger weltweit und meine Wenigkeit, Samyo.

Durch die musikalische Ausrichtung meiner Gäste war diesmal das Hörerlebnis besonders intensiv. Wir hatten das Glück, dass wir meistens genug Wind hatten zum segeln und dadurch das Hydrophon fast immer eingeschaltet war (wenn der eigene Motor läuft, gibt das doch ein 2012.06.20kalimba 777Störgeräusch). Mindestens dreimal hörten wir Pottwale, das typische rhythmische Klicken, dass bei mir immer eine gewisse Euphorie auslöst.

Da man die Pottwale sehr weit hört und sie sehr tief tauchen, ist es ungewiss, ob man sie dann auch zu Gesícht bekommt. Aber wir hatten wieder Glück und einmal haben wir sie gesehen, allerdings nur recht kurz, bevor sie wieder in der Tiefe des Meeres verschwanden.

An einem der nächsten Tage waren dann die Fleckendelphine dran, die uns stundenlang mit ihrer nie enden wollenden Spielfreude und Neugier beglückten. Es waren ca. 50-70 Tiere, und bei dieser Gruppengröße macht das spielen natürlich noch mehr Spaß, so dass wir uns mit Taucherbrille und Schnorchel daran beteiligten. Auch unser Hydr2012.06.26kalimba 035ophon wurde wieder mal das Objekt ihrer unerschöpflichen Kreativität.

Wir trafen auch einige Brydewale, allerdings waren sie meistens so hungrig und ziemlich schnell unterwegs auf der Suche nach Fisch, so dass wir ihnen kaum folgen konnten. Insgesamt waren es intensive zehn Tage, die wie im Flug vergingen. Danke an Kirsten und  Wolfgang und die Meeressäuger……………………2012.06.20kalimba 666

Die wunderbaren Fleckendelphine!

Als  wir gestern Morgen wieder aufs Meer rausfuhren, war das Wetter nicht so toll, drückend heiß und staubige Luft, Kalima, der Wind aus der Sahara, war mal wieder da. Es ist wie gelblicher Nebel. Als wir ca. 3 Seemeilen von der Insel entfernt waren, war sie im Nebel verschwunden. Kirsten hatte die Idee, das Hydrophon ins Wasser zu hängen und zu lauschen, was wir auch sofort taten. Und siehe da , kaum eingeschaltet, gleich die ersten Pottwalclicks. Aber wie so oft weit und breit nichts zu sehen. Die Pottwale sind sehr laut, d.h. mit unserem empfindlichen Hydrophon können wir sie ziemlich weit hören. Aber da sie unter Umständen 2000 Meter tief tauchen, kann es schon dauern, bis sie dann mal auftauchen. Wir segelten weiter und horchten geduldig, als plötzlich Delphinpfiffe zu hören waren. Die könnten ja in der Nähe sein, war der Gedanke, und schon sahen wir die 2012.06.26kalimba 229“splashes”,  der Schaum, der beim auftauchen der Delphine entsteht.

Es waren wieder so 50 – 70 Tiere, sie waren sehr gut gelaunt wie so oft und erfreuten uns mit Sprüngen und allen möglichen anderen Kunststücken, ihr Einfallsreichtum kennt da keine Grenzen. Auch die Zusammensetzung der Materialien des Hydrophons scheint sie sehr zu interessieren, da sie oft ihre Clicks darauf richten, um vielleicht rauszukriegen, was das für ein neues Spielzeug sein könnte.

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Ich erkannte auch bald ein Tier mit einer markanten Verletzung wieder, es war also die gleiche Gruppe wie gestern, wie schön. Wir vergaßen mal wieder die Zeit und schauten erst zur Uhr, als der Hunger sich meldete. So ließen wir sie dann ihrer Wege ziehen. Danke für den wunderbaren Tag.

Große Tümmler und Atlantische Fleckendelphine!

Gestern hatten wir wieder mal einen super Tag mit tollen Sichtungen. Am Vormittag trafen wir ziemlich nah an der Küste vor La Gomera die großen Tümmler- eine Gruppe von ca. 30 Tieren- die hier ortsansässig sind, allerdings ziehen sie schon weit umher und man weiß nie wo sie sich gerade aufhalten. Wir konnten sie bei ihrem “social life”, wie es die Forscher nennen, beobachten. Dazu gehören auch Sprünge usw., eben das was wir von oben sehen können. Da wir unser Hydrophon wieder benutzt haben, konnten wir auch die Töne hören, die bei den Tümmlern sehr vielfältig sind. Das ganze dauerte mindestens zwei Stunden- das Zeitgefühl geht bei diesen Erlebnissen verloren. Irgendwann schwammen sie den schnell gen Norden, so dass wir ihnen nicht mehr folgen konnten. Der Himmel war blaugrau, etwas gelblich vom Wüstenstaub, der in der Luft war.

Etwas Wind kam auf und folgte der Eingebung, weiter aufs Meer rauszufahren, um dort vielleicht Pilotwale oder eine andere Spezies zu treffen.                                                                                                       2012.06.25kalimba 556
Ca. vier Seemeilen von der Küste trafen wir dann die Fleckendelphine. Sie hatten sich in der letzten Zeit etwas rar gemacht, deshalb war die Freude umso größer. Auch hier wurden wir wieder Zeuge des sozialen Lebens- es waren ca. 50 Tiere- was allerdings bei den “Fleckis” noch wesentlich lebendiger zugeht als bei den Tümmlern. Sie sind oft sehr neugierig und verspielt und nutzen Plastiktüten, Boote, Hydrophone usw. für ihren unerschöpflichen Spieltrieb. Diese Begegnung dauerte ca. anderthalb Stunden, bis2012.06.25kalimba 140 wir sie schliesslich aus den Augen verloren. Wir segelten Richtung Santiago und merkten dann, dass sie doch noch hinter uns waren. Wir waren aber schon so “satt” von diesen Begegnungen und sehnten uns nach einem gemütlichen Abendessen. Danke für die Geschenke und bis morgen…………..

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